Extremen Hitzestress verringern – Versuchsergebnisse 2026

Wenn die Temperaturen steigen, leidet der Rasen – und damit auch jeder, der darauf angewiesen ist, dass der Rasen grün, gesund und funktionsfähig bleibt. Um TourTurf® GTP Green Turf Paint genau unter diesen Bedingungen zu testen, wurde ein kontrollierter Versuch durchgeführt, bei dem identische Rasenstreifen hochintensiven Wachstumslampen ausgesetzt wurden, die den Hitzestress im Hochsommer simulieren sollten.

Je nach Mischungsverhältnis sorgt GTP für eine natürliche Farbe mit einem etwas bläulicheren Farbton als herkömmliche grüne Pigmente. Bei hohen Temperaturen werden Ausbringmengen von 1–3 l/ha empfohlen, während 1–2 l/ha Symptome von Krankheiten, Trockenheit und anderen stressbedingten Verfärbungen wirksam kaschieren. Für Agrostis stolonifera werden höhere Ausbringmengen empfohlen, um eine möglichst natürliche und gleichmäßige Farbdeckung zu erzielen.

 

Behandlung Ausbringungsmengen
Wasser n/a
Hoch 1,5 l/ha
Hoch+ 5 l/ha

Tabelle 1: Ausbringungsmengen der Behandlungsmittel für diesen Versuch.

 

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Zwei Streifen wurden mit GTP behandelt, während eine dritte, unbehandelte Kontrollreihe ausschließlich Wasser erhielt (Tabelle 1). Mithilfe der FLIR-Wärmebildtechnik wurden die Unterschiede in der Oberflächentemperatur zwischen den drei Gruppen in Echtzeit erfasst, wobei nicht nur Zahlen, sondern auch ein Bild der Wärmeentwicklung (bzw. der Wärmeabwehr) auf dem Rasen gewonnen wurde.

Die ersten Ergebnisse sprechen für sich. Die mit GTP behandelten Streifen waren messbar kühler als ihre nur mit Wasser behandelten Kontrollvarianten, und der visuelle Kontrast war ebenso auffällig: Der behandelte Rasen blieb grün und gesund und zeigte sichtbares neues Wachstum, während die unbehandelten Streifen deutliche Anzeichen von Hitzestress und Verfall aufwiesen.

Im Folgenden wird ein genauerer Blick auf den Versuch geworfen, was die Wärmebildaufnahmen offenbarten und was dies für die Rasenqualität unter realen Hitzebedingungen bedeutet.

 

Farbmessung: Was uns L*a*b* verrät

Um den visuellen Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen sichtbar zu machen, wurde ein Kolorimeter verwendet, um die Farbe jedes Streifens auf der L*a*b*-Skala zu messen – dem branchenüblichen Standard zur numerischen Beschreibung von Farben. L* misst die Helligkeit von 0 (schwarz) bis 100 (weiß). A* misst die Grün-Rot-Achse, wobei negative Werte Grün und positive Werte Rot anzeigen. B* misst die Blau-Gelb-Achse, wobei höhere positive Werte einen höheren Gelbanteil anzeigen.

Die drei Behandlungen lieferten ein eindeutiges Bild (Abbildung 1):

  • Wasser/unbehandelt: a* liegt im positiven Bereich (etwa +2,5), was bedeutet, dass der Streifen vom reinen Grün abweicht, bei einem niedrigeren b*-Wert (~16,5), was mit dem matteren, strapazierten Erscheinungsbild der unbehandelten Gruppe übereinstimmt.

  • Hohe Dosierung: a* bewegt sich in den negativen Bereich (~-2), und b* springt auf ~26, was auf ein kräftigeres, lebhafteres Grün hindeutet. Hohe+ Dosis: a* ist der negativste der drei Werte (~-5), was den tiefsten Grünwert anzeigt, gepaart mit dem höchsten b*-Wert (~35) für die insgesamt satteste und gesättigtste Farbe, obwohl ein niedrigerer L*-Wert (~27,5) zeigt, dass dieser Streifen auch der dunkelste war.

  • Rate „Hoch+“: a* ist der negativste der drei Werte (~-5), was den tiefsten Grünwert anzeigt, gepaart mit dem höchsten b*-Wert (~35) für die insgesamt satteste und intensivste Farbe, obwohl ein niedrigerer L*-Wert (~27,5) zeigt, dass dieser Streifen auch der dunkelste war.

Es ist anzumerken, dass auf der L*a*b*-Skala der b*-Wert für sich genommen lediglich misst, wie weit eine Farbe auf der Blau-Gelb-Achse liegt, wobei höhere Werte eher auf mehr Gelb als auf „mehr Farbe“ im allgemeinen Sinne hinweisen. Gesundes Gras weist von Natur aus eher gelbgrüne als rein grüne Werte auf, daher ist ein positiver b*-Wert für sich genommen kein Grund zur Sorge; entscheidend ist vielmehr, wie er sich im Verhältnis zu a* entwickelt. In diesem Versuch verschob sich der a*-Wert mit steigender GTP-Ausbringungsmenge von +2,5 im unbehandelten Streifen auf -5 bei der Behandlung mit der höchsten Ausbringungsmenge, was auf eine deutlich stärkere Signatur von echtem Grün hindeutet. Der damit einhergehende Anstieg von b* steht im Einklang damit: Es handelt sich um ein natürliches, lebhaftes Gelbgrün, das für gesunden, aktiv wachsenden Rasen typisch ist, und nicht um eine Verschiebung in Richtung Vergilbung oder Chlorose, die typischerweise einen steigenden b*-Wert ohne eine entsprechende Verschiebung in Richtung Grün bei a* zeigen würde.

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Die L*a*b*-Skala – auch CIELAB genannt

 

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Abbildung 1: Mit einem Kolorimeter gemessene L*a*b*-Farben, die den Gesundheitszustand der Rasenstreifen zeigen.

Kurz gesagt: Mit steigender GTP-Ausbringungsmenge verschob sich der Farbwert weiter in den grünen Bereich und erschien vitaler – was unsere Beobachtung mit bloßem Auge widerspiegelte: Je höher die Ausbringungsmenge, desto gesünder und grüner erschien der Streifen.
Zusätzlich zu dieser visuellen Beobachtung einer vitalen grünen Farbe nach der Belastung durch Licht zeigten die mit GTP behandelten Streifen auch ein stärkeres Wachstum, wobei die Rasenhalme deutlich länger waren als in der unbehandelten Gruppe (Abbildung 2).

 

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Abbildung 2: Rasenstreifen nach Lichtstress, die ein Wachstum der Grashalme zeigen; die Behandlungsgruppen sind: unbehandelt (links), GTP High (Mitte), GTP High+ (rechts).

 

Abkühlgeschwindigkeit nach Lichteinwirkung

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Abbildung 3: FLIR-Aufnahme, während sich die Streifen aktiv unter den Wachstumslampen befanden: unbehandelt (rechts), High (Mitte), High+ (links).

Neben den FLIR-Aufnahmen, die während der Bestrahlung der Streifen mit den 400-W-Wachstumslampen gemacht wurden (Abbildung 3), wurde auch verfolgt, wie schnell sich die einzelnen Streifen nach dem Entfernen abkühlten (Abbildung 4 und Abbildung 5), wobei die Oberflächentemperatur 30 Minuten lang alle 5 Minuten fotografiert wurde.

 

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Abbildung 4: FLIRAufnahmenn der Streifen während des Abkühlvorgangs. Von links nach rechts: 0 Minuten, 5 Minuten, 10 Minuten, 15 Minuten, 20 Minuten, 25 Minuten, 30 Minuten.

 

Der unbehandelte Streifen lieferte hier die eindrucksvollsten Ergebnisse. Nachdem er unter den Lampen die höchste Temperatur (~43 °C) erreicht hatte, kühlte er in den ersten 5 Minuten rasch ab, sank dann aber über die gesamten 30 Minuten hinweg langsam und stetig weiter ab und näherte sich erst gegen Ende den behandelten Streifen an. Die mit „High“ und „High+“ behandelten Streifen starteten dagegen von einem deutlich niedrigeren Ausgangswert (~34–35 °C) und stabilisierten sich schnell, sodass sie bereits innerhalb der ersten 10–15 Minuten eine konstante Temperatur erreichten.

 

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Abbildung 5: Temperatur der Rasenstreifen nach 30-minütiger Abkühlphase.

Dies untermauert das zentrale Ergebnis: GTP senkt nicht nur die Spitzentemperatur unter Lichtstress, der behandelte Rasen bleibt durchgehend kühler, anstatt erst „abkühlen“ zu müssen, sobald die Wärmequelle entfernt wird.

 

Warum die Farbwellenlänge eine Rolle spielt

Der Zusammenhang zwischen dem blauen Pigment von GTP und seiner kühlenden Wirkung beruht darauf, wie verschiedene Lichtwellenlängen mit der Pflanze interagieren. Das sichtbare Licht erstreckt sich über etwa 400–700 Nanometer, und innerhalb dieses Bereichs sind Pflanzen auf photosynthetisch aktive Strahlung (PAR) angewiesen, um die Photosynthese anzutreiben. Wellenlängen unter 400 nm (UV-Licht) liegen außerhalb dieses nutzbaren Bereichs und schädigen stattdessen die Pflanzenzellen, ähnlich wie UV-Strahlen die menschliche Haut schädigen.

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Spektrum des sichtbaren Lichts


Während sich Pflanzen von Natur aus mithilfe von Carotinoid-Pigmenten schützen, übernimmt das blaue Pigment von GTP eine ähnliche lichtschützende Funktion: Es reflektiert gezielt schädliche UV-Wellenlängen, lässt aber gleichzeitig nützliche PAR-Wellenlängen durch, um die Photosynthese anzutreiben. Dies ist ein bewusstes Gleichgewicht: Frühere Versuche ergaben, dass eine zu hohe Konzentration des blauen Pigments (5 %) zu viel von dem Licht blockierte, das die Pflanze tatsächlich benötigt, was letztendlich mehr schadete als nützte. GTP ist so konzipiert, dass es genug blaues Pigment enthält, um vor UV-Strahlung und Hitzestress zu schützen, ohne der Pflanze das Licht vorzuenthalten, das sie zum Wachsen benötigt.

Die Ergebnisse dieses Versuchs stimmen mit diesem Mechanismus überein. Die GTP-Behandlungen mit höherer Dosierung blieben unter den Wachstumslampen nicht nur kühler und kühlten nach dem Entfernen schneller ab, sondern zeigten auch eine stärkere grüne Farbsignatur auf der L*a*b*-Skala, was auf eine gesündere, photosynthetisch aktivere Pflanze hindeutet und nicht nur auf eine rein kosmetische Farbveränderung. Der unbehandelte Streifen hingegen wurde unter den Lampen am heißesten und brauchte nach dem Entfernen am längsten, um sich zu erholen – ein Zeichen für eine Pflanze unter aktivem Hitzestress mit geringerer Fähigkeit, ihre eigene Temperatur zu regulieren.

Insgesamt deuten die FLIR-Bildaufnahmen, die Kolorimeterdaten und die Ergebnisse zur Abkühlungsgeschwindigkeit alle auf dieselbe Schlussfolgerung hin: Das blaue Pigment von GTP ist nicht nur kosmetischer Natur. Indem es schädliche UV-Wellenlängen reflektiert und gleichzeitig das für die Photosynthese benötigte Licht durchlässt, trägt es dazu bei, dass der Rasen unter hoher Lichtintensität kühler, gesünder und aktiv am Wachsen bleibt – was die Ergebnisse früherer TourTurf® -GTP-Versuche zu Hitzestress und UV-Schutz bestätigen.

 

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